Sie betreten die Werkstatt, das Kundenbüro oder die Fahrerkabine des Servicewagens. Die nächsten zwei Stunden gehen klar auf ein Projekt. Sie wollen die App nicht öffnen, sich nicht durch eine Liste tippen und keinen Timer manuell starten. Sie wollen vorbeigehen, das Telefon an die Wand halten und den Timer von selbst loslegen lassen.
Genau das macht ein NFC-Tag. Ein Aufkleber für zwei Euro wird zu einem physischen "Acme starten"-Knopf. Tippen zum Starten, nochmals tippen zum Stoppen. Der Timer legt einen echten Eintrag an, mit Startzeit, Endzeit, dem richtigen Projekt, dem richtigen Tarif und dem passenden Schlagwort.
Wie NFC-Zeiterfassung funktioniert
NFC-Tags sind kleine, günstige, passive Aufkleber. Sie speichern eine winzige Datenmenge und brauchen keine Batterie. Wenn Sie ein modernes Smartphone in die Nähe halten, liest das Gerät die Daten und führt die hinterlegte Aktion aus.
In Timesheet ist die Aktion eine der drei:
- Timer starten auf einem Projekt, optional mit Schlagwort und Tarif
- Aktiven Timer stoppen und den Eintrag speichern
- Aktiven Timer wechseln auf ein anderes Projekt
Jede per NFC ausgelöste Aktion legt einen echten Zeiteintrag an oder schließt ihn, immer mit konkreter Start- und Endzeit. Es gibt keine "Zeit auf einem Konto"-Variante; der Tag steuert echte Einträge, wie jede andere Aktion in der App.
Was Sie brauchen
- Einen NFC-Tag (NTAG213, NTAG215 oder NTAG216 funktionieren gut; auf Amazon ab etwa zwei Euro pro Stück)
- Ein iPhone XS oder neuer, oder ein modernes Android-Smartphone
- Die Timesheet-App, angemeldet, mit mindestens einem Projekt
Mehr nicht. Kein bestimmter Tarif erforderlich, NFC ist im Basic-Plan kostenlos.
Den ersten Tag einrichten
Schritt 1: NFC-Einrichtungsbildschirm öffnen
- Timesheet auf dem Telefon öffnen
- Zu Einstellungen wechseln
- Automatisierung und dann NFC wählen
- Neuen Tag binden tippen
Schritt 2: Aktion wählen
Es stehen drei Optionen zur Wahl:
- Timer starten mit Projektauswahl, optional Schlagwort und Tarif
- Timer stoppen (wirkt auf den aktuell laufenden Timer)
- Timer wechseln auf ein gewähltes Projekt
Wählen Sie eine. In den meisten Fällen ist Timer starten mit einem festen Projekt das Richtige, in Kombination mit einem getrennten Stopp-Tag.
Schritt 3: Projekt konfigurieren
Für eine Start- oder Wechseln-Aktion:
- Projekt auswählen (z.B. Acme · Vor-Ort-Termin)
- Optional ein Schlagwort wählen (z.B. Vor-Ort)
- Optional einen Tarif wählen (z.B. Außendienst-Stundensatz)
- Optional eine Standardbeschreibung hinterlegen ("Vor-Ort-Termin bei Acme HQ")
Schritt 4: Den Tag beschreiben
- Den NFC-Aufkleber an die Rückseite des Telefons halten
- Auf das haptische Feedback und die Erfolgsmeldung warten
- Den Tag dort anbringen, wo die Aktion hingehört
Beim iPhone sitzt der NFC-Leser oben am Gehäuse, in der Nähe der Kamera. Halten Sie den Tag dort an. Bei Android-Geräten ist NFC meist in der Mitte der Rückseite.
Wo der Tag hingehört
Der Tag gehört dorthin, wo die Aktion stattfindet.
- Werkstatttür: beim Reingehen Start, beim Rausgehen Stopp
- Armaturenbrett: beim Einsteigen Start, beim Aussteigen Stopp
- Kunden-Laptop oder Schreibtisch: beim Hinsetzen vor Ort
- Projekt-Ordner oder Maschine: wenn die Arbeit beginnt
- Bürowand am Schreibtisch: als tägliche Stempeluhr
Ein bewährtes Muster: Zwei Tags nebeneinander, einer mit START, einer mit STOPP. Doppelte Fläche, halbe Denklast.
Ein konkreter Ablauf
Eine Servicekraft im Außendienst mit drei Stammkunden:
- Im Servicewagen: Tag am Armaturenbrett, gebunden an "Fahrtzeit". Tippen beim Losfahren, tippen beim Ankommen am Einsatzort. Einträge entstehen mit den exakten Start- und Endzeiten der Fahrt.
- Bei Acme HQ: Tag am Empfang, gebunden an "Acme · Vor-Ort". Tippen bei Ankunft, tippen beim Verlassen. Neuer Eintrag bei Ankunft, geschlossen beim Verlassen.
- Zurück im Wagen: Derselbe Fahrtzeit-Tag. Tippen für die Rückfahrt.
- Feierabend: Stopp-Tag an der Bürowand. Was läuft, wird geschlossen.
Die Servicekraft öffnet die App tagsüber kein einziges Mal. Der Stundenzettel ist eine saubere Reihe von Einträgen mit aneinandergrenzenden Start- und Endzeiten.
iOS und Android im Vergleich
iOS
- Das iPhone aktiviert den NFC-Leser automatisch, wenn der Bildschirm an ist
- Manche Interaktionen erfordern das Entsperren; die App fängt das ab
- Hintergrund-NFC funktioniert ab iPhone XS
- Tag-Erkennung im Hintergrund ohne Zusatz-App
Android
- NFC muss in den Systemeinstellungen aktiviert sein
- Tags funktionieren auf den meisten Geräten auch bei ausgeschaltetem Display, manche Hersteller schränken das ein
- Ein Widget auf dem Startbildschirm hilft, falls das Telefon entsperrt werden muss
Auf beiden Plattformen
- Das Telefon muss wenige Zentimeter vom Tag entfernt sein
- Eine Schutzhülle ist kein Problem, Metallhüllen können das Signal blockieren
- Feuchte Tags funktionieren weiterhin, der Leser ist gegen leichte Feuchtigkeit unempfindlich
Tags mit Geofence und WLAN kombinieren
NFC ist die zuverlässigste Automatisierung, weil sie körperlich ausgelöst wird. Die Timer-Logik ist identisch mit Geofence- und WLAN-Auslösern, daher lassen sich die Verfahren mischen.
Bewährte Kombinationen:
- Geofence + NFC-Stopp: Ankunft am Einsatzort startet den Timer; per NFC-Tag stoppen beim Gehen.
- WLAN-Autostart + NFC-Wechsel: Die Anmeldung im Büro-WLAN startet den Tagestimer; ein NFC-Tag am Schreibtisch wechselt auf das aktuelle Projekt.
- NFC-Start + automatische Pause: Tag startet den Tag; eine automatische Pausenregel ergänzt nach vier Stunden eine Pause.
Den größeren Zusammenhang erklärt der Beitrag Zeiterfassung automatisieren.
Muster, die sich bewähren
Ein Projekt pro Tag. Keine bedingte Logik in einen einzigen Tag stopfen. Ein Tag, ein Projekt, eine Aktion.
Tag-Paare. Start und Stopp nebeneinander, klar beschriftet. Einfacher als ein einziger "Umschalter".
Tags nicht verstecken. Ein Tag in der Schublade wird vergessen. Ein Tag an der Tür wird benutzt.
Einmal testen, dann liegen lassen. Den Tag immer wieder neu zu programmieren, zerstört die Routine. Einmal binden, anbringen, arbeiten lassen.
Häufige Fragen
Wie viele Tags sind möglich? Unbegrenzt. Die Liste liegt in Einstellungen, Automatisierung, NFC.
Funktioniert derselbe Tag auf iPhone und Android? Ja. Der Tag speichert eine URL, die die Timesheet-App öffnet. Den Rest macht die App.
Kann sich mit einem gestohlenen Tag jemand in meinem Konto anmelden? Nein. Der Tag löst eine Aktion nur innerhalb der Timesheet-App auf einem Gerät aus, das bereits angemeldet ist. Er ist kein Zugangsschlüssel.
Tag löschen oder neu binden? Ja. In Einstellungen, Automatisierung, NFC den Tag suchen und neu beschreiben oder entfernen.
Was, wenn ich den Start-Tag versehentlich zweimal tippe? Der zweite Tap wird ignoriert. Der laufende Timer läuft weiter.
Zusammenfassung
- NFC-Tags machen die physische Welt zu Start-, Stopp- und Wechseln-Knöpfen
- Jeder Tap legt einen echten Eintrag mit Start- und Endzeit an oder schließt ihn
- Einrichtung pro Tag in einer Minute, Aufkleber ab zwei Euro
- iOS und Android, in jedem Plan, auch im Basic
- Lässt sich gut mit Geofence und WLAN kombinieren
Wie geht es weiter
- Zeiterfassung mit Geofence und WLAN automatisieren für den vollständig freihändigen Arbeitsablauf
- Mit der Apple Watch erfassen wenn das Telefon in der Tasche bleibt
- Kilometer und Reisen zum Kunden dokumentieren damit auch die Fahrten zwischen den NFC-Taps erfasst sind