Sie kommen ins Büro. Das Telefon verbindet sich mit dem WLAN. Der Timer sollte schon laufen. An den meisten Tagen denken Sie erst fünf Minuten später daran, die App zu öffnen. In der Zeit haben Sie zwei Nachrichten beantwortet und die Startzeit verloren.
WLAN-Auslöser schließen diese Lücke. Das Telefon erreicht das Büronetz, Timesheet erkennt das und startet den Timer auf dem richtigen Projekt von selbst. Der Eintrag hat eine echte Startzeit (der Moment der Netzanbindung) und eine echte Endzeit (wenn Sie das Netz verlassen oder manuell stoppen). Keine zehn vergessenen Minuten.
So funktionieren WLAN-Auslöser
Timesheet beobachtet, mit welchem WLAN das Telefon gerade verbunden ist. Sobald ein WLAN zur Regel passt, führt die App die hinterlegte Aktion aus: Timer starten, stoppen oder wechseln.
Drei Aktionen stehen zur Wahl:
- Timer starten auf einem Projekt, sobald das Telefon dem WLAN beitritt
- Timer stoppen sobald das Telefon das WLAN verlässt
- Timer wechseln beim Verbinden auf ein anderes Projekt
Jede ausgelöste Aktion legt einen echten Zeiteintrag an oder schließt ihn, mit konkreter Start- und Endzeit. Das WLAN-Verbindungsereignis wird zur Startzeit des Eintrags, das nächste Stopp-Ereignis zur Endzeit. Eine "lose Buchung auf einem Konto" gibt es nicht.
Was Sie brauchen
- Ein Telefon mit iOS 14 oder neuer, oder Android 8 oder neuer
- Die Timesheet-App, angemeldet, mit mindestens einem Projekt
- Ein WLAN, mit dem Sie regelmäßig verbunden sind (Zuhause, Büro, Kundenstandort, Coworking)
Mehr nicht. Kein bestimmter Tarif erforderlich, WLAN-Automatisierung ist im Basic-Plan kostenlos.
Die erste WLAN-Regel einrichten
Schritt 1: Mit dem Zielnetzwerk verbinden
Bevor Sie eine Regel anlegen, muss das Telefon mit dem WLAN verbunden sein, an das Sie sie binden möchten. Die App liest den aktuellen Netznamen aus und füllt die Regel damit vor.
Schritt 2: WLAN-Automatisierung öffnen
- Timesheet öffnen
- Zu Einstellungen wechseln
- Automatisierung und dann WLAN wählen
- Regel hinzufügen tippen
Schritt 3: Regel konfigurieren
Der Einrichtungsbildschirm fragt drei Dinge ab:
- Netzwerk: vorbelegt mit dem aktuellen WLAN (z.B. Acme-Office)
- Auslöser: Beim Verbinden oder Beim Trennen
- Aktion: Starten, Stoppen oder Wechseln, plus Projekt, optional Schlagwort und Tarif
Eine typische erste Regel: Acme-Office + Beim Verbinden + Timer starten auf Acme · Büroarbeit.
Schritt 4: Speichern und testen
- Speichern tippen
- Aus der WLAN-Reichweite gehen, dann zurückkommen
- App öffnen, der Timer sollte auf dem in der Regel hinterlegten Projekt laufen
Falls nichts passiert, siehe den Abschnitt zu häufigen Fragen unten.
Sinnvolle Arbeitsabläufe
Eine feste Wirkungsstätte
Eine WLAN-Regel. Beim Verbinden mit dem Büro-WLAN startet der Tag. Beim Trennen (z.B. zum Mittagessen) stoppt er. Der Tag rahmt sich selbst ein.
Eine bewährte Variante: Beim Verbinden starten, das Trennen ignorieren und stattdessen eine automatische Pausenregel für die Mittagspause nutzen. So bleibt der Eintrag über kurze Verbindungsabbrüche hinweg offen und die Pause sitzt zur richtigen Zeit.
Mehrere Kundenstandorte im Außendienst
Pro Kundenstandort eine eigene Regel. Acme-Office bindet an "Acme · Vor-Ort". Beta-Office bindet an "Beta · Vor-Ort". Der Tag läuft natürlich durch, sobald sich das Telefon im Tagesverlauf zwischen Netzen bewegt.
Bei Kundenstandorten ohne nutzbares Gäste-WLAN ist NFC die bessere Wahl. Dieses Muster zeigt der Leitfaden zu NFC-Tags.
Zuhause und Büro getrennt
Zwei Regeln:
- Büro-WLAN + Timer auf "Hauptjob" starten
- Heim-WLAN + Timer auf "Nebenprojekt" starten
Nebenjobs am Abend starten von selbst, sobald Sie sich an den Schreibtisch zuhause setzen.
Die "Stoppen beim Trennen"-Falle
Regel beim Verbinden startet den Timer, Regel beim Trennen stoppt. Risiko: Ein wackeliger Access Point trennt für zehn Sekunden und erzeugt einen ungewollten Stopp. Lösung: Trennen-Regeln nur in stabilen Netzen verwenden, oder Wechseln-Regeln statt Stoppen-Regeln nutzen.
WLAN, Geofence und NFC im Vergleich
WLAN, Geofence und NFC starten, stoppen oder wechseln denselben Timer. Sie unterscheiden sich im Auslöser.
| Auslöser | Geeignet für | Stolperfallen |
|---|---|---|
| WLAN | Gebäude mit zuverlässigem, einheitlichem Netz | Büro-WLAN bricht manchmal kurz weg, Telefon muss wirklich beitreten |
| Geofence | Standorte ohne WLAN oder mit geteilten Netzen | GPS verbraucht Strom, weniger genau in Gebäuden |
| NFC | Bestimmte Orte oder Fahrzeuge | Erfordert beim Eintreffen einen physischen Tap |
Die meisten Anwender kombinieren zwei der drei. Der Übersichtsbeitrag zur Automatisierung zeigt vollständige Kombinationen.
Datenschutz: Was Timesheet sieht
Wichtige Punkte:
- Die App sieht nur die SSID (den WLAN-Namen) und ob das Telefon gerade verbunden ist. Keine IP-Adresse, keine anderen Geräte im Netz, keine übertragenen Inhalte.
- Der Abgleich der SSID passiert lokal auf dem Telefon. Sie wird nicht an den Timesheet-Server übermittelt.
- Regeln werden auf dem Gerät gespeichert und mit Ihrem Konto synchronisiert, falls Cloud-Sync aktiv ist. Sie werden als Text ("Acme-Office") synchronisiert, nicht als Live-Netzdaten.
- Die App scannt nicht nach umliegenden WLANs. Sie reagiert nur auf das WLAN, mit dem das Telefon tatsächlich verbunden ist.
Unter iOS fragt das System beim ersten Anlegen einer WLAN-Regel nach der Lokalen-Netzwerk-Berechtigung. Diese erteilen. Unter Android benötigt die App Standort-Berechtigung für die WLAN-Sichtbarkeit (eine Systemanforderung, nicht Timesheet-spezifisch).
Muster, die sich bewähren
Starten plus Wechseln statt Starten plus Stoppen. Eine Wechseln-Regel beim Verbinden sorgt dafür, dass das Telefon immer auf einem aktuellen Projekt landet. Eine Stoppen-Regel kann den Timer bei einem WLAN-Schluckauf schließen.
Regel an ein stabiles Netz hängen. Eduroam, Café-WLAN und öffentliche Netze wechseln ständig die SSID. Geeignet für Einmal-Aktionen, nicht für tägliche Regeln.
Mit automatischer Pause kombinieren. Eine Vier-Stunden-Pausenregel zusammen mit einer WLAN-Startregel deckt die Mittagspause automatisch ab.
Wöchentlich prüfen. Freitags die per WLAN angelegten Einträge ansehen. Sehen Sie verdächtige Starts (das Telefon hat das Nachbar-WLAN erwischt), die Regel strenger benennen oder entfernen.
Häufige Fragen
Funktioniert das im Hintergrund? Unter iOS ja, das System kann die Aktion aber bis zu eine Minute verzögern. Unter Android ja, mit normalen Hintergrundberechtigungen. Der angelegte Eintrag nutzt die echte Verbindungszeit, nicht den verzögerten Verarbeitungszeitpunkt.
Was, wenn ich mich verbinde, aber das Telefon nicht entsperre? Die Regel löst trotzdem aus. Die Aktion wird in eine Warteschlange gestellt, der Eintrag erhält die Verbindungszeit als Startzeit.
Sieht mein Arbeitgeber meinen Heim-WLAN-Namen? Nein. Die SSID bleibt lokal auf dem Telefon. Bei verwalteten Geräten kann die IT-Abteilung Netznamen über MDM sehen, aber das hat nichts mit Timesheet zu tun.
Sind Regeln auf einem Gäste-WLAN beim Kunden möglich? Ja, solange das Telefon sich wirklich verbindet. Auch bei einem Captive-Portal-Login feuert das Verbindungsereignis.
Kann ich Regeln im Team teilen? Nicht direkt. Jede Nutzerin richtet eigene Regeln auf ihrem Gerät ein. Cloud-Sync trägt sie nur über die Geräte derselben Person hinweg.
Zusammenfassung
- WLAN-Auslöser starten, stoppen oder wechseln den Timer, wenn das Telefon ein bekanntes Netz erreicht oder verlässt
- Jede Auslösung legt einen echten Eintrag mit echter Start- und Endzeit an oder schließt ihn
- Einrichtung pro Netz in einer Minute
- iOS und Android, in jedem Plan, auch im Basic
- Lässt sich gut mit NFC, Geofence und Pausenregeln kombinieren
Wie geht es weiter
- Zeiterfassung automatisieren mit Geofence, WLAN und NFC für den Vergleich und die Kombination der drei Auslöser
- Mit NFC-Tags ein- und ausstempeln an Orten ohne zuverlässiges WLAN
- Pausen und echte Arbeitszeiten erfassen für die Mittagspause innerhalb eines langen WLAN-Eintrags